Pressemitteilung

Fibreflam® Iso 6

Heute schon fit für Europa: Fibreflam® Iso 6

Patentierter isolierender Feuerschutz-Vorhang EI160 C2, CE-gekennzeichnet nach EN 13241 und EN 16034

Am 1.11.2019 endet die dreijährige Übergangsfrist, innerhalb der Feuer- und Rauchschutzabschlüsse noch mit nationalen Zulassungen auf den Markt gebracht werden dürfen. Dies stellt eine Abkehr von jahrzehntelanger Praxis dar, weil damit sowohl die bisherigen DIBt-Zulassungen entfallen als auch die in Deutschland bekannten Klassen wie T30 und T90. Schon heute sollten Ersteller von Brandschutzkonzepten darauf achten, dass sie neben den Klassen nach DIN 4102-5 auch die neuen europäischen Klassen angeben, damit auch entsprechend europäisch klassifizierte Türen, Tore und sonstige Brandschutzabschlüsse eingesetzt werden können. Das DIBt hat in der Bauregelliste A Teil 1 bzw. der neuen Musterverwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (MVV TB) Zuordnungstabellen veröffentlicht, aus denen die jeweils zu den bauaufsichtlichen Anforderungen (z.B. hochfeuerhemmend) passenden deutschen und europäischen Klassifikationen entnommen werden können.

Hersteller und Anwender von Feuer- und Rauchschutzabschlüssen müssen sich außerdem daran gewöhnen, dass die DIBt-Zulassung oder das allgemeine bauaufsichtliche Prüfzeugnis entfallen und durch die sogenannte Leistungserklärung (englisch: Declaration of Performance) und das CE-Zeichen ersetzt werden. Hiermit erklärt der Hersteller die Leistungen seines Produkts auf Basis der zugrunde liegenden Produktnormen. Diese Leistungserklärung ist im zivilrechtlichen Sinne eine Zusicherung von Eigenschaften des Produkts, bei deren Nichterfüllung der Käufer entsprechende Ansprüche, beispielsweise aus der Mängelhaftung nach BGB, ableiten kann. Die Verantwortung des Herstellers für sein Produkt wird hierdurch verdeutlicht.

Der Mönchengladbacher Hersteller Effertz Tore produziert bereits seit den 1970er Jahren Feuerschutztore mit einer Zulassung der damals noch „Institut für Bautechnik“ (IfBt) genannten amtlichen Stelle. Damals war er der erste Hersteller von Feuerschutzrolltoren mit einer Zulassung. Kürzlich brachte Effertz sein erstes Produkt, den patentierten Feuerschutzvorhang Fibreflam® Iso 6, mit Leistungserklärung und CE-Kennzeichnung nach den beiden europäischen Produktnormen EN 13241 (für Tore) und EN 16034 (für Brandschutzabschlüsse) auf den Markt und läutete damit für sich ein neues Zeitalter ein. Der Feuerschutzvorhang ist hochfeuerhemmend und hat die Klassifikation EI160 C2 (was äquivalent zu T60 nach alter Klassifikation ist).

Dieser isolierende Feuerschutz-Vorhang erfüllt sowohl alle einschlägigen normativen Vorgaben für Tore nach EN 13241 als auch die spezifischen Brandschutzanforderungen nach EN 16034. Er hält bei einem Brand mindestens eine Stunde nicht nur den Flammen stand, sondern begrenzt auch die Temperaturerhöhung auf der Oberfläche auf im Mittel 140°C. Dadurch verhindert er sicher die Ausbreitung eines Brandes auch ohne teure Besprinklerung. Außerdem hat er seine Robustheit unter Beweis gestellt, indem er einen genormten Dauerfunktionstest mit 10.000 Öffnungs- und Schließzyklen absolviert hat.

Die Neuheit zeichnet sich aus durch die Verbindung der Isolierwirkung und Robustheit von Feuerschutzrolltoren und dem niedrigen Gewicht und geringem Platzbedarf von herkömmlichen (nicht isolierenden) Feuerschutzvorhängen. Der aufrollbare Textilpanzer dehnt sich dank eines aufschäumenden Materials im Inneren bei Feuer aus. Im kalten Zustand beträgt die Dicke des Vorhangs nur 20 Millimeter, bei Feuer kommt er auf 70 Millimeter. Das genügt, um einer Temperatur von über 900 C zu trotzen.

Durch die Erfüllung aller europäischen Anforderungen kann er schon heute nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa eingesetzt werden.

Der sehr ähnliche Feuerschutzvorhang Iso 3 von Effertz mit 30 Minuten Feuerwiderstandsfähigkeit wurde 2014 mit dem Forschungs- und Innovationspreis der IHK Mittlerer Niederrhein ausgezeichnet und ist nach wie vor der einzige Vorhang seiner Art mit einer allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt).

Info

Gegründet 1880, beschäftigt sich das Familienunternehmen Effertz Tore aus Mönchengladbach seit mehr als 70 Jahren mit der Entwicklung und Produktion von Toren für den baulichen Brandschutz. Anfang der 1970er Jahre brachte Effertz als erstes Unternehmen die bauaufsichtlich zugelassenen Feuerschutz-Rolltore auf den Markt. Später Rauchschutz-, Schallschutz- und Sondertore sowie Feuerschutz- und Rauchschutz-Vorhänge hinzu. Effertz liefert heute Tore von gigantischen Ausmaßen (20 m breit, 14 m hoch) und kam damit schon 1981 in das Guinness-Buch der Rekorde. Für die 30-Minuten-Version des hier beschriebenen Feuerschutzvorhangs verlieh die IHK Mittlerer Niederrhein im Jahr 2014 Effertz ihren Forschungs- und Innovationspreis.

Bei Rückfragen:

Effertz Tore GmbH

Am Gerstacker 190, 41238 Mönchengladbach

Ansprechpartner: Thorsten Rohde

Telefon 02166 261-126

thorsten.rohde(at)effertz(dot)de

www.effertz.de